Glasgow Derby: Celtic Glasgow vs. Glasgow Rangers
Die Celtic-Rangers-Rivalität ist wohl eine der berühmtesten im Fussball. Es ist sogar so, dass viele Menschen, die ansonsten fast nichts vom Fussball verstehen, etwas über den Konkurrenzkampf dieser beiden wissen.
Letztes Spiel
(04/05/10, Second Stage)
2 : 1
L. Naylor 8' M. Fortuné 44'
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K. Miller 43'
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Celtic Fakten
| Gründungjahr: | 1888 |
| Aktueller Trainer: | Tony Mowbray |
Top Celtic Spieler
Rangers Fakten
| Gründungjahr: | 1873 |
| Aktueller Trainer: | Walter Smith |
Top Rangers Spieler
Zusammenfassung der Rivalität zwischem Celtic und Rangers - Geschichte & Höhepunkte
Folgendes sind die Fakten: Beide Mannschaften dominieren den schottischen Fussball. Das letzte Team, das die schottische Liga gewann und weder Celtic noch Ranger war, war Aberdeen (1985). Und seitdem Schottland die “Scottish Premier League” einführte, hat auch nur eine Mannschaft ausserhalb dieser beiden die Liga gewonnen; Die “ Hearts”. Wie gesagt sind das die Ausnahmen, die die Regel bestätigt.
Die Celtic-Ranger-Rivalität ist auch aus einem anderem Grund beachtlich: Während die meisten Fussballrivalitäten ihren Ursprung in sportlichem Konkurrenzkampf und geographischer Nähe haben, spielen bei diesen beiden noch viele andere Faktoren eine Rolle, die viel Brennstoff für diese Rivalität liefern:
So sind die Rangers protestantisch, während die Celtics katholisch sind. Politisch sind die Rangers Loyalisten, die Celtics hingegen Republikaner.
Und dann sind da noch die Spieler:
Als Mo Johnson 1989 bei den Rangers verpflichtet wurde, rief das einen Sturm der Entrüstung hervor. Der Manager, Graeme Souness, hatte nämlich damit die inoffizielle Regel, keinen katholischen Spieler zu verpflichten, gebrochen. Fans beider Teams stimmten endlich überein: Sie waren beide empört und verärgert über diese Entscheidung. Zwar konnte Johnston letztendlich bei den Rangers bleiben, war aber aufgrund der stressvollen Situation nicht in der Lage, zu seiner fussballerischen Hochform zu kommen.
Kenny Miller der von den Rangers zu den Celtic wechselte, musste glücklicherweise nie ähnliches erfahren: Er war der dritte Spieler seit 1945, der für beide Seiten gespielt hat. Nach einem eher mittelmäßigem Jahr bei den Celtics ging er zu Derby – und schließlich zurück zu den Rangers.
Alfie Conn gar hat den Scottish Cup für beide Seiten gewonnen, für die Rangers 1973 (gegen die Celtics) und für die Celtics 1977 (gegen die Rangers).
Wie gesehen, sind die Fans nicht gerade zimperlich: So gehört das Stürmen des Spielfelds nach dem Spiel oft zu einer guten Celtic-Rangers-Auseinandersetzung dazu. Dies passierte beim Rückspiel des Scottish Cups 1909, als die Begegnung ohne Gewinner endete, was beide Fans sehr verärgerte (ebenso wie die Aussicht, jetzt noch auf ein drittes Spiel warten zu müssen). Auch beim Endspiel des Scottish Cup von 1980 stürmten betrunkene Fans das Spielfeld, nachdem Celtic durch ein Tor in der Nachspielzeit das Spiel – und den Scottish Cup- gewonnen hatte. Es folgte eine Rauferei, die mit vielen Verletzten endete. Als Folge wurde Alkohol von allen schottischen Fussballspielen verbannt. Glücklicherweise haben sich solche Episoden nicht wiederholt.
Auch haben die Fans in den letzten Jahren eingesehen, dass sie oft zu weit gegangen waren: Und so sind einige der provokativen Lieder und Slogans inzwischen verboten, ebenso wie einige Flaggen oder Plakate.
Das Hauptfeld der Rivalität jedoch ist das Spielfeld: Dort haben sich die beiden Mannschaft immer wieder unter Beweis gestellt. So haben sie gemeinsam insgesamt 94 (von 113) Mal den Titel der Liga gehol. Zusätzlich gewannen die Celtics den Scottish Cup 34 Mal, die Rangers 33 – und dann folgt nach einer großen Kluft Queen’s Park mit 10.
Der direkte Vergleich findet häufig statt – und wird fast immer zum Klassiker.
So gewannen die Celtics 1957 das Endspiel des Scottish Cups 7:1 gegen die Rangers. Noch 2003, als die Celtics in das Finale des UEFA Cups einzogen, wurde dieser Sieg erwähnt. Geholfen hat es den Celtics aber nicht: Sie verloren das Endspiel.
Die Rangers standen auch einige Male im Finale des UEFA-Cups, verloren jedoch gegen Fiorentina (1961), FC Bayern München (1967) und waren 5 Jahre später (1972) im Finale des UEFA-Pokals der Pokalsieger (heutige Champions League), wo sie gegn Dynamo Moskau spielten – und erneut verloren. Ein weiteres russisches Team –Zenit St. Petersburg- war der Gegner der Rangers im UEFA- Cup-Finale 2008 – und auch hier war das Glück nicht auf der Seite der Rangers. Beim European Cup hatten die Rangers noch weniger zu vermelden: 1960 schafften sie es immerhin ins Halbfinale, wo sie von Eintraht Frankfurt besiegt wurden.
Die Celtics hingegen schafften 1967, wovon die Rangers nur träumen konnten: Sie gewannen den European Cup mit einem Sieg gegen Nantes in der zweiten Runde und einem weiteren Sieg, dismal gegen Vojvodina (Jugoslawien) im Viertelfinale. Im Halbfinale besiegten sie Dukla Prag und im Endspiel sogar Inter. Da konnten die Rangers nie mithalten.
Zusammenfassend kann gesagt warden, dass die Celtic-Rangers-Rivalität von jeher bitter und persönlich war, was oft einen schadenden Einfluss auf schottischen Fussball allgemein hatte. Der Grund ist der religiös-politische Kontext dieser Rivalität, wo die Kluft weitaus größer ist als die der Fussballteams. Fussballerisch haben diese beiden Teams die schottische Liga dominiert und tun es noch immer.
Quo vadis, Celtic-Ranger-Rivalität? Schwer zu sagen. Bis diese Frage beantwortet ist, können wir uns aber auferstklassige Fussballspiele der beiden freuen.
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